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Meine Feelgood Management Hacks 2024
 

Was ist Feelgood Management?

 

26.11.2024 | Feelgood Management ist ein ganzheitlicher Ansatz in Unternehmen, der darauf abzielt, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu fördern. Es umfasst Maßnahmen und Strategien, um ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich Mitarbeitende wertgeschätzt, unterstützt und motiviert fühlen. Dazu gehören unter anderem die Förderung von Vertrauen, die Anerkennung von Leistungen, die Gestaltung einer offenen Kommunikationskultur und die Organisation von Teamevents. Ziel ist es, die Mitarbeitendenbindung und -zufriedenheit zu erhöhen sowie die Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden im Unternehmen zu stärken.

 

Hier den Blogbeitrag als Video anschauen:

 

 

 

 

Meine Feelgood Management Hacks 2024

 

 

1. Die Frage nach der Wertschätzung

 

Feelgood Management macht es sich zum Ziel, eine wertschätzende Unternehmenskultur zu etablieren. In diesem Jahr ist mir das Thema der Wertschätzung sehr oft begegnet. Die größte Kritik dabei ist, wenn Wertschätzung zwar offiziell als Unternehmenswert festgeschrieben ist und auf schöne Plakate oder Tassen gedruckt wird, aber die Organisationsmitglieder wenig von dieser Wertschätzung spüren.

 

Die Herausforderung liegt darin, dass Wertschätzung etwas höchst Individuelles ist und es verschiedene Perspektiven darauf geben kann. Während für den einen ein Lob durch die Führungskraft vorm ganzen Team wichtig ist und Wertschätzung ausdrückt, ist das für die andere ein Horrortrip, dem sie sich lieber entziehen will.

 

Mein Hack für Feelgood Management lautet daher: Stellt in Workshops oder Teammeetings die Frage nach der Wertschätzung. Genauergesagt: „Was bedeutet für euch Wertschätzung?“ und: „Woran spürt ihr Wertschätzung bzw. woran macht ihr Wertschätzung fest?“

 

Es ist sehr spannend, hier einerseits die individuellen Antworten zu sammeln, aus denen mit Sicherheit auch ein allgemeingültiger Katalog an wertschätzendem Verhalten entsteht.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch auch die Reflexion der eigenen Wahrnehmung: Wann fühle ich mich denn wertgeschätzt? Und nehme ich diese Momente im Arbeitsalltag auch bewusst wahr?

 

Gemeinsam solche Fragen zu beantworten eröffnet wichtige Erkenntnisse darüber, wie das eigene Team tickt, welche Situationen ein Gefühl des „Nicht-Wertgeschätzt-Werdens“ ausgelöst haben und was die Teammitglieder brauchen, um das Gegenteil zu spüren. Ich kann es also wirklich nur empfehlen, diese Frage einmal im Team zu stellen und gemeinsam zu besprechen.

 

 

2. Menschen mitnehmen in Veränderungsprozessen

 

Jeder Kulturwandelprozess ist ein Veränderungsprozess. Mein Learning in diesem Jahr war insbesondere, welchen Nutzen es für die erfolgreiche Einführung von neuen Konzepten hat, ausreichend Informations-, Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten zu schaffen.

 

In dem Zusammenhang kann man sich fragen, weshalb Veränderungsimpulse manchmal auf Widerstand stoßen. Die Antworten darauf sind komplex: Menschen können zum Beispiel in den Widerstand gehen, weil sie den Sinn und Zweck des Vorhabens nicht kennen oder nicht verstehen. Oder aber Menschen können eine Veränderung ablehnen, von deren grundsätzlicher Nützlichkeit sie zwar überzeugt sind, aber weil das WIE der Veränderung ihnen missfällt.

 

Daher ist mein zweiter Feelgood Management Hack aus 2024: Wenn du etwas im System verändern willst, schau dir vor allem das WIE an und natürlich das WOZU. Plane Kommunikationskaskaden und ausreichend Zeit ein, damit sich bei den Organisationsmitgliedern das Gefühl und die tatsächliche Möglichkeit von Partizipation einstellen kann. Nur so werden Menschen Veränderungen wirklich mittragen und zum Erfolg machen!

 

 

3. Resonanz ist wie Feedback, nur besser

 

Gerade in der Arbeitswelt neigen wir oft dazu, Situationen zu bewerten: "Das ist gut, das ist schlecht". Klassisches Feedback wird häufig so ausgelegt, dass Menschen eine Bewertung darüber abgeben sollen, was ihnen gefallen hat oder auch nicht.

 

Die Konsequenz daraus kann sein, dass Menschen in die Abwehrhaltung gehen oder das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen – denn ein bewertendes Feedback ist nur eine subjektive Perspektive, die wenig Raum für Mehrperspektivität und die Wahrnehmung und das Wissen der anderen Person lässt.

 

Mein Lieblingstool statt Feedback nennt sich Resonanz. Bei der Resonanz geht es darum, wirklich zuzuhören und ganz bei der Person zu sein, statt bei der eigenen Annahme über die Wirklichkeit. Wenn wir einer anderen Person auf diese Art zuhören, kommen wir in ein Mitschwingen. Bei Resonanz geht es also auch um Empathie und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Bei Resonanz habe ich eine Körperfeedback auf das Gesagte – und das, was sich zwischen den Zeilen vermittelt.

 

Der erste Schritt ist also nicht direkt eine eigene Annahme und Bewertung auf das Gesagte zu stülpen, sondern erst einmal wahrzunehmen, was da ist und was sich vermitteln will.

 

Resonanz löst in Menschen oft aus, dass sie sich gehört und gesehen fühlen. Resonanz schafft Vertrauen untereinander und eine einander zugewandte Arbeitsatmosphäre.

 

Daher ist mein 3. Feelgood Management Hack aus 2024: Übt euch in Resonanz statt in Bewertung und lasst euch von den wundervollen Effekten daraus überraschen.

 

 

News News News

 

Das waren meine 3 Hacks in Bezuf auf Feelgood Management aus dem Jahr 2024. Genauso interessieren mich aber auch eure Learnings und Erfahrungen. Auch in diesem Jahr führe ich dazu wieder die Umfrage zum Feelgood Management Report durch. Ab dem 01.12.2024 könnt ihr daran teilnehmen. Die Umfrage richtet sich an alle Kulturgestaltenden in Unternehmen, auch euer Titel nicht explizit Feelgood Manager*in lautet. Hier geht's zu Umfrage.

 

Im Feelgood Management Report geht es darum, zu beleuchten, welche Themen in diesem Jahr relevant waren im Feelgood Management bzw. im Kulturwandel. Es geht vor allem auch darum, praktische Umsetzungsbeispiele zu sammeln und aufzubereiten.

 

In diesem Video habe ich die letzten Ergebnisse präsentiert, da könnt ihr gern auch nochmal reinschauen.

 

 

Der Feelgood Management Report wird dann wieder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein. Also der Appell an euch: Macht wieder vielzählig mit und schickt die Umfrage gern auch an andere, die ebenfalls Kulturgestalter*innen in Unternehmen sind, damit wir alle gemeinsam von den Initiativen und Learnings profitieren können.

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