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Wertschätzung in Unternehmen

24.01.2024 | Laut der HR-Plattform Personio gehört fehlende Wertschätzung zu den Top 3 Gründen, weshalb Arbeitnehmende Unternehmen verlassen. In Zeiten von Fach- und Arbeitskräftemangel ist die Wertschätzung von Mitarbeitenden also ein kritischer Erfolgsfaktor. Was genau ist aber wertschätzendes Verhalten? Worauf kommt es dabei an? Und weshalb tun sich so viele Unternehmen schwer damit, eine wertschätzende Unternehmenskultur zu entwickeln? Darum geht es in diesem Beitrag!

Was genau ist Wertschätzung in Unternehmen?

Wertschätzung ist ein menschliches Grundbedürfnis: Unser gesamtes Leben sehnen wir uns in allen Lebensbereichen nach positiver Bestätigung und Anerkennung – ganz besonders im Arbeitsumfeld. Denn oft identifizieren wir uns nicht nur mit unserem Job, sondern definieren uns auch als Person darüber, was wir beruflich tun. Wir möchten für das, was uns als Person ausmacht, UND für das, was wir leisten, gesehen und wertgeschätzt werden. Wertschätzung ist dabei aber mehr als ein Lob für erbrachte Leistung. Sie bezieht sich eben auf die gesamte Person, anstatt nur auf die wirtschaftlichen Aspekte eines Mitarbeitenden.

Fühlen Menschen sich bei der Arbeit nicht wertgeschätzt, dann kommt es zu Unzufriedenheit oder Demotivation bis hin zum Jobwechsel. Spüren Menschen dagegen Wertschätzung, trägt das zur Zufriedenheit bei, was wiederum zu mehr Motivation und positiver Energie führt und das Miteinander verbessert.

Daher sollten Unternehmen Wertschätzung zu einem zentralen Teil ihrer Unternehmenskultur machen und sie aktiv fördern.

Wertschätzung passiert in Unternehmen natürlich auf ganz verschiedene Weise. Sie kann sich zum Beispiel auch durch ein gutes, angemessenes Gehalt ausdrücken, durch besondere Benefits oder auch eine tolle Weihnachtsfeier. In diesem Artikel schauen wir uns vor allem den Teil von Wertschätzung im zwischenmenschlichen Miteinander an. 

 

Wertschätzung im zwischenmenschlichen Miteinander

Auf der ersten Ebene geht es um das eigene Verhalten: Ich kann mich wertschätzend gegenüber anderen verhalten. Damit ist gemeint, anderen Menschen gegenüber Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Dabei geht es also zunächst um die eigene Intention.

Auf der zweiten Ebene kann man sich fragen, wie das Verhalten wiederum beim Gegenüber ankommt: Empfindet die andere Person das auch als wertschätzend?

Falls ja, dann resultiert das wahrscheinlich in eine positive Empfindung. Wir fühlen uns gesehen, bestärkt, sind motiviert, würden vermutlich der anderen Person eher mal einen Gefallen erweisen und uns vielleicht besonders anstrengen.

Wenn nicht – also wenn die Geste, die eigentlich wertschätzend gemeint war, nicht so ankommt - kann das sehr unterschiedliche Gründe haben, die wir uns gleich noch im Einzelnen anschauen. Jedenfalls resultiert dann vermutlich eher das Gegenteil, dass die andere Person irritiert oder sogar verärgert ist. Die Person ist dann eher abweisend, reserviert, zieht sich zurück oder weicht aus.

 

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Gründe: Woran kann das liegen?

Negative Erfahrungen miteinander im Vorhinein: Haben Menschen miteinander schlechte Erfahrungen gemacht, kann es mitunter sein, dass einer wertschätzenden Geste nicht getraut wird: Dann glaubt das Gegenüber nicht, dass es wirklich wertschätzend gemeint war und unterstellt vielleicht sogar hinterlistige Absichten.

Was hilft?

 Wiederholt neue, positive Erfahrungen miteinander machen

 Bewusst darüber sprechen

 Die andere Person fragen

 Sich entschuldigen

 

Gut gemeint, aber knapp daneben: Das Verhalten war zwar vielleicht gut gemeint, aber es trifft einfach nicht das, was die andere Person als wertschätzend empfindet bzw. was sie in dem Moment eigentlich gebraucht hätte.

Was hilft?

  Sich gegenseitig Feedback geben

 Anerkennen, dass die Geste sicher positiv gemeint war

 Die eigenen Bedürfnisse erläutern 

 

Persönliche Gründe: Manchmal fällt es Menschen einfach aufgrund ihrer Persönlichkeit schwer, Dank oder Lob annehmen können.

Das hilft:

 Mit kleinen, ernstgemeinten Gesten arbeiten: Ein respektvolles Nicken, ein fester Händeschlag.

 Selbstkundgabe – wenn die andere Person schlecht Positives über sich selbst annehmen kann, dann sprich darüber, was durch die Person für dich besser geworden ist.

 Charmant drauf stupsen nach dem Motto: "Ja, ich weiß, das ist ja nicht so dein Ding mit dem Lob und so... aber jetzt musst du mal kurz zwei Minuten durchhalten, denn jetzt sage ich was richtig nettes – Achtung:..."

 

Kulturelle Gründe / Unternehmenskultur: Und dieses Thema kann sehr vielschichtig sein. Denn es wird noch komplexer, wenn es nicht nur um eine bzw. zwei Personen geht, sondern um ein ganzes Team oder mehrere Teams oder eben ein ganzes Unternehmen. Weil das ein riesiges Thema für sich ist, das man wirklich tiefgreifend betrachten muss, hier einfach ein paar Reflexionsfragen, die man sich in Bezug auf Wertschätzung im Unternehmen stellen kann:

 Was sind Menschen gewohnt?

 Was funktioniert hier?

 Wie kann ich diese Menschen hier für mich gewinnen?

 

Ein Hinweis zwischendurch:

Wertschätzung ist ein so wichtiges Thema und es gibt einen ganzen Berufszweig, der sich genau damit auseinandersetzt: Das Feelgood Management! Ab Februar kommt mein Onlinekurs rund um Feelgood Management raus, in dem du alles über Kulturwandel, Arbeitszufriedenheit und Feelgood Management lernen kannst! Dazu wird es noch einmal einen separaten Beitrag geben - bleib gespannt! Jetzt geht’s aber erstmal weiter mit dem Thema Wertschätzung!

 

Kleine und große Gesten der Wertschätzung im Unternehmen

Was kann man aktiv tun, um anderen Menschen Wertschätzung zu zeigen?

 Aufmerksam zuhören und Interesse zeigen!

 Um Rat fragen!

 Persönlich loben, sich bedanken und Stolz artikulieren – wenn es wirklich so gemeint ist!

 Persönlicher Austausch und Kontakt - nachfragen, wie es der anderen Person geht!

 Kleinigkeiten wie handgeschriebene Dankeskarten, eine Notiz auf einem Post-It, mal etwas Süßes mitbringen oder kleine Mitarbeitendengeschenke – es geht um die Geste!

 Nachfragen und besprechen, was für das Team eine wertschätzende Geste ist!

  Workshop zum Thema wertschätzende Zusammenarbeit durchführen oder Appreciation Days im Unternehmen einführen!

 Onboarding Goodies: z.B. Blumenstrauß, Notizbuch im Firmen-CI oder persönliches Abholen am ersten Arbeitstag!

 

Fazit

Wertschätzung muss aktiv und bewusst gezeigt werden. Es ist eigentlich kein Hexenwerk: Es geht einfach darum, sich ehrlich für die Mitarbeitenden, für die Kolleg:innen zu interessieren und ihren Beitrag anzuerkennen. Dann wird Wertschätzung zu einem hohen Gut in der Unternehmenskultur. Wertschätzung kann durch so kleine Gesten erreicht werden, aber hat so eine große Wirkung! 

 

Hier findest du weitere Videos rund um Feelgood Management: Zum YouTube Kanal!

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