Kulturwandel & Transformation: Mehr als Change

In eurer Organisation kommen Menschen zusammen, um gemeinsam eure Unternehmensziele zu erreichen. Die Art dieser Zusammenarbeit prägt automatisch eine Unternehmenskultur. Die Frage ist nur, wie stark und nützlich eure Kultur ist, um langfristig erfolgreich zu sein.

Mein Angebot zur professionellen Begleitung eures Kulturwandel befasst sich mit den kulturellen Veränderungen in eurem Unternehmen. Häufig bedeutet das, implizite oder nicht-sichtbaren Regeln im Miteinander besprechbar zu machen, zu reflektieren und in hilfreiche(re) Verhaltensweisen umzuwandeln.

Von tiefgreifender, kultureller Transformation spricht man dann, wenn Veränderungen nicht nur oberflächlich erfolgen, sondern sich tiefliegende Muster, also das Mindset und die Überzeugungen der Organisationsmitglieder, mit verändern.

Ich begleite euch als erfahrene Organisationsentwicklerin und Kulturwandelcoach in diesem Prozess!
Je nach Bedarf kann das unterschiedlich aussehen:

  • Einzelne Beratungssessions zu spezifischen Herausforderungen, Fragestellungen oder euren Next Steps
  • Planung und Durchführung von Workshops oder Weiterbildungsprogrammen (Mit Teams und/oder Führungskräften)
  • Einzelcoaching von Schlüsselpersonen
  • Unterstützung im gesamten Kulturwandelprozess: Von der Aufplanung, über Analyse und Umsetzung bis zur Evaluation

Darauf zahlt eine starke Kultur im Unternehmen ein:

Höhere Identifikation & Commitment

Bessere Kommunikation & Workflow

Starker Teamgeist & Unterstützung

Mehr Begeisterung & Innovation

Mehr Gesundheit & Robustheit

Höhere Identifikation & Commitment

Bessere Kommunikation & Workflow

Starker Teamgeist & Unterstützung

Mehr Begeisterung & Innovation

Mehr Gesundheit & Robustheit

So läuft der Kulturwandelprozess mit mir ab:

Kennenlernen & Auftragsklärung

Ziel und Fokus für den Kulturwandel setzen

Regelmäßige Prozessbegleitung

Beratung und Planung mit den Culture Movers

Maßnahmen-umsetzung

Formate je nach Bedarf, z.B. Umfragen, Interviews, Workshops & Events, Programme

Storytime

Kulturwandel hin zu mehr Partizipation

 

In einem intensiven Prozess begleitete ich einen sozialen Träger durch einen umfassenden strukturellen und kulturellen Wandel. Das Ziel war es, die Hierarchie schlanker zu gestalten, damit mehr Verantwortung ins System übergehen konnte und die Mitarbeitenden mehr partizipieren konnten.

 

Zu Beginn war schnell klar, dass dieser Wandel sowohl eine Transformation der Führungsebene erforderte, als auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Partizipation der Mitarbeitenden. Dazu führte ich eine engmaschige Prozessberatung mit den Geschäftsführenden und Führungskräften durch. Gemeinsam schufen wir die Grundlage für die Veränderung und bereiteten u.a. einen großen Workshoptag für alle Mitarbeitenden vor.

 

Unter dem Motto "Partizipation und Eigenverantwortung" führten wir diesen besonderen Workshoptag durch. Es war ein Tag des Austauschs, der Offenheit und der Neuausrichtung. Die Mitarbeitenden hatten die Möglichkeit, ihre Perspektiven einzubringen und erlebten, wie ihre Stimmen gehört und geschätzt wurden.

 

Das Ergebnis dieses Prozesses war berührend und der Geschäftsführer fasste es mit den Worten "Bester Mitarbeitertag seit 1990" zusammen. Die strukturellen Veränderungen, gepaart mit einem sensiblen Umgang mit den Bedürfnissen der Menschen, führten dazu, dass alle Beteiligten die Veränderung mit großer Offenheit annahmen und aktiv mittrugen.

 

Wir führten neue Prozesse für Entscheidungen sowie Rollen zur lateralen fachlichen Führung in einer schlankeren Hierarchie ein. Die Mitarbeitenden hatten damit die Chance, sowohl auf Kultur-, Struktur- und Prozessebene aktiver Teil der Transformation zu sein. Dieser Wandel zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Menschen in den Mittelpunkt der Veränderung zu stellen und ihnen Raum zur Partizipation zu geben.

Zeit für Führung

 

Ein Unternehmen wollte auf Basis der bereits erarbeiteten Unternehmenswerte Führungsprinzipien ableiten und implementieren. Dazu engagierten sich einige freiwillige Führungskräfte als Teil einer Führungskräftekoalition sowie das Managementteam, um in iterativen Schleifen die Führungsprinzipien zu erarbeiten. Nach intensiven Arbeitsphasen waren das passende Wording und treffende Beschreibungen für die neuen Führungsprinzipien gefunden.

 

Der nächste Schritt war der Roll-Out der Führungsprinzipien im gesamten Führungskreis von etwa 70 Führungskräften. Hierfür entwickelte ich das Format "Zeit für Führung". In Kleingruppen besprachen die Führungskräfte hier die neuen Prinzipien, reflektierten eigene Beispiele aus ihrem Führungsalltag und verabschiedeten damit die neuen Leitlinien offiziell.

 

Begleitmaterial wie ein Journal zur Reflexion und Follow-Ups einige Monate später halfen bei der nachhaltigen Verinnerlichung der Prinzipien. Besonders stolz war ich darauf, dass die Führungskräfte begannen, eigene Reflexionsbögen für den Alltag zu entwickeln und die Führungsprinzipien in ihren Runden immer wieder eigenständig zur Sprache zu bringen. Diese Veränderung zeigte mir, dass die Prinzipien nicht nur akzeptiert, sondern auch aktiv eingesetzt wurden.

Kundenstimmen

Christina Radusch, Systemischer Gesundheitscoach

 

"Das Beratungsgespräch mit Vera hat mir neue Perspektiven für die Gestaltung meiner Workshops und die Vermittlung von Feelgood Management eröffnet. Besonders wertvoll war die Erkenntnis, mit einer ressourcenorientierten und prozessorientierten Haltung an die Teilnehmenden heranzutreten und durch gezielte Fragen zu leiten. Ich habe verstanden, wie wichtig es ist, den Teilnehmenden Raum zur Mitgestaltung zu geben und gleichzeitig selbst Anker zu setzen, um in der Ruhe und Gelassenheit zu bleiben. Diese Herangehensweise stärkt nicht nur die Eigenverantwortung der Teilnehmenden, sondern auch meine Rolle als Begleiterin des Prozesses. Es war ein sehr angenehmer und ermutigender Austausch, der mir klare Impulse für meine zukünftige Arbeit gegeben hat. Herzlichen Dank."

Systemische Ausbildungsgruppe

 

"Vera, du bist nicht nur der Hammer, für uns bist du der ganze Werkzeugkasten!"

Klingt interessant?

Schreib mir eine Nachricht und wir besprechen in einem kostenlosen und unverbindlichen Kennenlerngespräch, wie ich euch unterstützen kann.

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Blogartikel rund um Kulturwandel
Future Leadership: Gesund und wirksam Führen
Feelgood Talk #10 mit Unternehmensberater, Trainer und Coach Benjamin Rolff
 

22.01.2025 | Im Feelgood Talk spreche ich mit anderen Feelgood Manager*innen und Kulturgestalter*innen über ihre Arbeit und wir philosophieren gemeinsam über Feelgood-Themen. Diesmal zu Gast: Benjamin Rolff! Benjamin ist Experte für modernes Führen und resiliente Teams. Als Leadership Coach und Organisationsberater begleitet er seit 13 Jahren Unternehmen und ihre Führungskräfte in Zeiten von Transformation und massiven Veränderungen. Als ausgebildeter Business Coach, Resilienz Trainer, Design Thinking Master und Mental Health First Aider verbindet er gesundes Arbeiten mit neuen Arbeitsweisen und moderner Führung. Im Feelgood Talk sprechen wir u.a. darüber, wie durch gute Führung tragende Verbindungen und gemeinsam Lösungen geschaffen werden können.

 

Hier das ganze Interview als Video ansehen:

 

 

Das Interview als PDF runterladen.

 

 

Der 10. Feelgood Talk mit Benjamin Rolff

 

Vera: „Lieber Benjamin, wie schön, dass du hier bist beim Feelgood Talk."

 

Benjamin: „Hi Vera, freut mich, dabei zu sein. Vielen Dank für die Einladung."

 

Vera: „Bei dir geht es viel um das Thema gesunde Arbeit. Wie war dein Weg dahin und wofür stehst du jeden Morgen auf?"

 

Benjamin: „Was mich sehr stark bewegt ist die Frage, wie wir die Art und Weise, wie wir arbeiten, gesund und wirksam gestalten können. Da geht es einerseits um Zusammenarbeit, aber andererseits auch um jeden einzelnen Menschen, also Stichworte Selbstführung: Was kann ich für mich persönlich tun? Wie kann ich mich auch im Alltag führen, um gesund, wirksam und produktiv zu arbeiten? Der Aspekt der Führung ist in meiner Arbeit heute sehr zentral. Bei Coeffect, dem Unternehmen, das ich mitgegründet habe, betrachten wir genau diese Frage: Was bedeutet es eigentlich, zukunftsfähig zu führen und wie darf sich Führung noch weiterentwickeln? Und da spielen Gesundheit und Resilienz eine ganz große Rolle.

 

Mit dem Thema Gesundheit habe ich mich jedoch nicht schon immer im Job beschäftigt. Ich habe einen wirtschaftlichen Hintergrund und habe ursprünglich ein duales Studium zu Management und International Business gemacht. Mein erster Schritt in die Arbeitswelt war mit dem Unternehmen IBM, was viel mit IT und Technologie zu tun hatte. Schon damals stand da die Frage im Raum, wie sich Technologie auf die Art und Weise auswirkt, wie wir zusammenarbeiten und wie Unternehmen organisiert sind. Dabei habe ich relativ schnell meine Rolle gefunden, vor allem darauf zu schauen, was technologische Veränderungen auch mit den Menschen macht; wie sich dies auf Teams auswirkt und wie solche Veränderungen gut begleitet werden können. Vom Veränderungsmanagement war der Schritt in Richtung Change dann klein und zu den Themen Zusammenarbeit generell, produktive Arbeitsweisen und gesunde Arbeit."

 

Vera: „Was würdest du sagen, weshalb ist gesunde Arbeit so wichtig für die Arbeitswelt?"

 

Benjamin: „Gesundheit bedeutet nicht nur, auf körperliche Gesundheit zu schauen – also z.B. Ernährung oder Bewegung. Im Arbeitskontext beschäftigen wir uns auch viel mit mentaler Gesundheit – also: Welche Belastungen können durch Arbeit entstehen und wie bleiben wir mental gesund? Wie können wir gut mit Stress umgehen?

 

Der Gesundheitsbegriff geht aber auch noch weiter. Es gibt auch so etwas wie soziale Gesundheit – also: Wie bin ich eingebunden mit anderen Menschen? Wie schaffe ich es, stabile, gute Beziehungen aufzubauen mit meinen Kolleg*innen und den Menschen in meinem Umfeld. Das ist eine wichtige Gesundheitsressource

 

Und  es gibt emotionale Gesundheit, wo es eher darum geht, ob ich das Gefühl habe, mit dem, was ich tue, tatsächlich etwas relevantes beitragen zu können. Also: Sehe ich einen Sinn in meiner Arbeit? Auch das hat etwas mit ganzheitlicher Gesundheit zu tun.

 

All diese Faktoren haben natürlich auch einen direkten Einfluss darauf, wie wir arbeiten und wie wir die Arbeit organisieren und strukturieren. Oder, wenn man es umdreht: Die Art und Weise, wie wir arbeiten und wie wir Arbeit organisieren, haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit."

 

Vera: „Wo kann man da am besten ansetzen?"

 

Benjamin: „Ich erlebe sehr oft, dass wir über Gesundheitsprogramme reden, z.B. Kurse zum Thema Stress, Yoga oder Wellness. Oder dass Zugang zu individueller psychologischer Begleitung gewährt wird. Aber all das spricht nicht die Wurzel der Themen an, sondern wir müssen uns viel, viel mehr anschauen, wie wir arbeiten und wie die Arbeit gestaltet sein sollte: Wie müssen Rollen ausgestaltet sein, Prozesse und auch die Zusammenarbeit, um auch diese Facetten von Gesundheit anzusprechen. Das tun viele Unternehmen viel zu wenig. Statt einzelne Maßnahmen, damit sich z.B. dein Rücken besser anfühlt, braucht es eigentlich diese ganzheitliche Betrachtung."

 

Vera: „Du kombinierst ja das Thema gesunde Arbeit mit dem Thema Führung. Gemeinsam mit Karin Lausch hast du 2024 Coeffect gegründet mit dem Fokus Future Leadership. Was versteht ihr darunter?"

 

Benjamin: „Wir als Coeffect begleiten Unternehmen und Führungskräfte dabei, ihre Führung wirksam und zukunftsfähig zu gestalten. Mein Fokus ist weiterhin alles rund um die Themen Resilienz, gesundes Arbeiten sowie Transformation und Umgang mit Change. Ich schaue also, wie der Wandel von innen heraus gestaltet werden kann. Ein häufiges Thema dabei ist aktuell z.B. der Umgang mit Unsicherheit in Zeiten großer Veränderung, zunehmender Komplexität und wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Und all das sind auch wichtige Führungsfragen.

 

Karin bringt dahingehend große Expertise in Sachen Vertrauen im Arbeitskontext mit: Was bedeutet eigentlich vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und was können Führungskräfte tun, um das Vertrauen zu stärken und eine Vertrauenskultur im Unternehmen zu schaffen. Dabei geht es auch viel um das Thema Konfliktfähigkeit, emotionale Intelligenz und psychologische Sicherheit; also den Raum, um offen über Ängste, Unsicherheiten, Kritik und Unbequemes zu sprechen. Wir sind überzeugt, dass es genau diese Facetten sind, die Unternehmen zukunftsfähig machen.

 

Future Leadership sind Qualitäten und Kompetenzen, die es braucht, um zukunftsfähig führen zu können. Und wie Führungskräfte diese Skills entwickeln können, darin begleiten wir als Coeffect. Es geht dabei einerseits um Umgang mit veränderten Bedürfnissen und Erwartungen der Mitarbeitenden, aber andererseits auch um die immer weiter steigenden Anforderungen einer sich wandelnden Welt an Führung.

 

Angefangen bei der Corona-Pandemie, die ganz starke Unsicherheiten geschaffen hat, aber auch enorm schnelle Veränderungen in der Zusammenarbeit: Viele Teams und Unternehmen waren gezwungen, weg vom Büro ins Homeoffice zu wechseln. Hier mussten Wege gefunden werden, wie man auch digital gut zusammenarbeiten kann, was für viele ja eine Riesenumstellung war. Und jetzt, einige Jahre später, geht es eher darum, ein Pendel zu finden; den Sweet Spot zwischen digital und Präsenz. Das ist eine große Frage, die Führungskräfte beschäftigt, wie da eine gute Zusammenarbeit aussehen kann: Es muss sich einpendeln zwischen den individuellen Bedürfnissen nach Flexibilität und eigener Lebensgestaltung und den Team- bzw. Unternehmensbedürfnissen, wo es auch viel um Austausch, gegenseitige Unterstützung, Innovation und kreatives Denken geht. Als Führungskraft muss man den Schieberegler setzen, um auch den Raum zu schaffen, physisch zusammenzukommen, damit neue Dinge entstehen können."

 

Vera: „Du hast ganz zu Beginn den Begriff der Wirksamkeit genannt. Wie würde die Arbeitswelt aussehen, wenn Führung gesund und wirksam ist?"

 

Benjamin: „Wenn man mal vom Ende her denkt hätte man zum einen herausragende Ergebnisse in dem Sinne, dass wir in der Lage sind, die großen Herausforderungen und Fragen unserer Zeit zu lösen. Viele Unternehmen nehmen sich ja auch gesellschaftlich relevanter Themen an. Ob das die Energiewende ist, neue Lösungen für das Gesundheitssystem oder sogar, wie wir den Weltraum bereisen können. Da sind ja ganz viele Fragen, mit denen sich Menschen beschäftigen. Und Wirksamkeit bedeutet am Ende, dass wir gemeinsam Lösungen finden.

 

Aber die Frage ist auch, auf welche Art und Weise wir das tun – also: Finden wir diese Lösungen durch Ausquetschen von menschlichen Ressourcen? Mit ganz viel Schmerz, Burnout und Menschen, die auf der Strecke bleiben, weil sie sich abgehängt, nicht gesehen, nicht geschätzt fühlen? Geht es dabei um ein reines Nutzen von Arbeitskraft, um ein Ziel – koste es, was es wolle – zu erreichen?

 

Bei einigen Unternehmen sieht man solche Tendenzen. Wir – und die Unternehmen, mit denen wir arbeiten – glauben jedoch daran, dass wir als Menschen wirksam sein können und das auf eine Art und Weise, die in Summe nachhaltiger ist. Nachhaltig vor allem auch für die Menschen durch starke Beziehungen. Wir schaffen daher ein Bewusstsein dafür, dass auch Gesundheit eine wichtige Ressource ist. Wir als Coeffect sind davon überzeugt, dass es gar kein „Entweder, oder“ ist. Wir müssen uns gar nicht entscheiden zwischen Leistung oder Gesundheit, sondern Gesundheit ist am Ende eine wichtige Variable, um nachhaltig auch Leistungen erbringen zu können. Wir können vielleicht heute kurzfristig durchziehen und morgen auch kurzfristig durchziehen. Aber wenn wir das langfristig tun, dann wird unsere Gesundheit einfach irgendwann im Keller sein.

 

Das konnten wir in diesem Jahr krass beobachten: Die Krankenstände gehen in Deutschland durch die Decke und alle reden darüber, dass Menschen keine Lust haben zu arbeiten. Ich glaube aber nicht, dass das die ganze Wahrheit ist. Sondern ich glaube, dass wir es an vielen Stellen verpasst haben, mehr auf Gesundheit zu achten und uns dieses „Wie“ des Arbeitens genauer anzuschauen."

 

Vera: „Du sprichst da den Rückblick auf das letzte Jahr an. Ich habe noch die Gegensatzfrage dabei: Sabrina ten Brink aus dem letzten Feelgood Talk fragt: Welches Ziel hast du dir in deiner Aufgabe, in deiner Rolle für 2025 gesteckt?"

 

Benjamin: „Wenn ich so auf die Welt schaue, dann ist ein super großes Vorhaben für mich Verbindung zu schaffen zwischen Menschen. Wir fokussieren als Coeffect nicht nur darauf, Kompetenzen vermitteln, sondern wir erleben, wie viel Potenzial darin steckt, miteinander in den offenen Austausch zu kommen und ein Gemeinschaftsgefühl zu spüren. Vor allem auch in Unternehmen: Menschen enger zusammenzubringen und in den Austausch, um offen über Herausforderungen zu sprechen. Aber auch für Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmen untereinander, um voneinander zu lernen und Erfahrungen und Inspiration zu teilen."

 

Vera: „Welche Frage soll ich beim nächsten Feelgood Talk stellen?"

 

Benjamin: „Mich würde interessieren, wie eine positive Zukunft aussehen kann, die Mensch und Technologie zusammenbringt in der Arbeitswelt. Also vor dem Hintergrund Künstlicher Intelligenz und der Veränderung, die damit auf uns zukommt: Was braucht es dafür, worauf sollten wir achten und welche Weichen sollten wir stellen? Das fände ich höchstspannend."

 

Vera: „Danke dir für diese Frage, aber auch für deine Zeit. Danke, dass du beim Feelgood Talk dabei warst, lieber Benjamin."

 

Benjamin: „Hat sehr viel Spaß gemacht, Vera. Vielen, vielen Dank."

 

Hier das gesamte Interview als PDF herunterladen

 

 

Mehr zu Benjamins Arbeit:

 

Bewusste Kulturgestaltung & Feelgood Management

Organisationen befinden sich stetig im Wandel. Die Frage ist, wie bewusst dieser Prozess gestaltet und an welchen Stellschrauben dabei gedreht wird.

 

Feelgood Management ist ein ganzheitliches Kulturmanagementkonzept, welches auf die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ausgerichtet ist, um so ein gutes Miteinander und gute Zusammenarbeit zu erreichen.

 

Als Autorin für Feelgood Management und erfahrene Organisationsentwicklerin gestalte ich mit euch den Rahmen, in dem Menschen wirklich gute Arbeit leisten können. Dabei setzen wir auf die beiden wichtigsten Parameter im Feelgood Management:

Wertschätzung

Partizipation

Das sind genau die Hebel, die ihr in eurer Organisation in Bewegung setzen wollt? Ich unterstütze euch gerne. Meine Feelgood Management Begleitung kann je nach Bedarf ganz unterschiedlich aussehen:

  • Interaktive Vortragssession rund um Feelgood Management mit Schlüsselpersonen, Führungskräften oder Teams

  • Einzelne Beratungssessions zur Steigerung von Arbeitszufriedenheit und möglichen Maßnahmen

  • Planung und Durchführung von Workshops oder Weiterbildungsprogrammen (Mit Teams und/oder Führungskräften)

  • Sparringspartnerin für eure interne Feelgood Management Stelle oder euer Kulturwandelteam

  • Unterstützung im gesamten Feelgood Management Prozess: Von der Aufplanung, über Analyse und Umsetzung bis zur Evaluation

Der Onlinekurs "Feelgood Management" ist da!

🌟Yes! Zeig mir den Kurs!🌟
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Future Leadership: Gesund und wirksam Führen
Feelgood Talk #10 mit Unternehmensberater, Trainer und Coach Benjamin Rolff
 

22.01.2025 | Im Feelgood Talk spreche ich mit anderen Feelgood Manager*innen und Kulturgestalter*innen über ihre Arbeit und wir philosophieren gemeinsam über Feelgood-Themen. Diesmal zu Gast: Benjamin Rolff! Benjamin ist Experte für modernes Führen und resiliente Teams. Als Leadership Coach und Organisationsberater begleitet er seit 13 Jahren Unternehmen und ihre Führungskräfte in Zeiten von Transformation und massiven Veränderungen. Als ausgebildeter Business Coach, Resilienz Trainer, Design Thinking Master und Mental Health First Aider verbindet er gesundes Arbeiten mit neuen Arbeitsweisen und moderner Führung. Im Feelgood Talk sprechen wir u.a. darüber, wie durch gute Führung tragende Verbindungen und gemeinsam Lösungen geschaffen werden können.

 

Hier das ganze Interview als Video ansehen:

 

 

Das Interview als PDF runterladen.

 

 

Der 10. Feelgood Talk mit Benjamin Rolff

 

Vera: „Lieber Benjamin, wie schön, dass du hier bist beim Feelgood Talk."

 

Benjamin: „Hi Vera, freut mich, dabei zu sein. Vielen Dank für die Einladung."

 

Vera: „Bei dir geht es viel um das Thema gesunde Arbeit. Wie war dein Weg dahin und wofür stehst du jeden Morgen auf?"

 

Benjamin: „Was mich sehr stark bewegt ist die Frage, wie wir die Art und Weise, wie wir arbeiten, gesund und wirksam gestalten können. Da geht es einerseits um Zusammenarbeit, aber andererseits auch um jeden einzelnen Menschen, also Stichworte Selbstführung: Was kann ich für mich persönlich tun? Wie kann ich mich auch im Alltag führen, um gesund, wirksam und produktiv zu arbeiten? Der Aspekt der Führung ist in meiner Arbeit heute sehr zentral. Bei Coeffect, dem Unternehmen, das ich mitgegründet habe, betrachten wir genau diese Frage: Was bedeutet es eigentlich, zukunftsfähig zu führen und wie darf sich Führung noch weiterentwickeln? Und da spielen Gesundheit und Resilienz eine ganz große Rolle.

 

Mit dem Thema Gesundheit habe ich mich jedoch nicht schon immer im Job beschäftigt. Ich habe einen wirtschaftlichen Hintergrund und habe ursprünglich ein duales Studium zu Management und International Business gemacht. Mein erster Schritt in die Arbeitswelt war mit dem Unternehmen IBM, was viel mit IT und Technologie zu tun hatte. Schon damals stand da die Frage im Raum, wie sich Technologie auf die Art und Weise auswirkt, wie wir zusammenarbeiten und wie Unternehmen organisiert sind. Dabei habe ich relativ schnell meine Rolle gefunden, vor allem darauf zu schauen, was technologische Veränderungen auch mit den Menschen macht; wie sich dies auf Teams auswirkt und wie solche Veränderungen gut begleitet werden können. Vom Veränderungsmanagement war der Schritt in Richtung Change dann klein und zu den Themen Zusammenarbeit generell, produktive Arbeitsweisen und gesunde Arbeit."

 

Vera: „Was würdest du sagen, weshalb ist gesunde Arbeit so wichtig für die Arbeitswelt?"

 

Benjamin: „Gesundheit bedeutet nicht nur, auf körperliche Gesundheit zu schauen – also z.B. Ernährung oder Bewegung. Im Arbeitskontext beschäftigen wir uns auch viel mit mentaler Gesundheit – also: Welche Belastungen können durch Arbeit entstehen und wie bleiben wir mental gesund? Wie können wir gut mit Stress umgehen?

 

Der Gesundheitsbegriff geht aber auch noch weiter. Es gibt auch so etwas wie soziale Gesundheit – also: Wie bin ich eingebunden mit anderen Menschen? Wie schaffe ich es, stabile, gute Beziehungen aufzubauen mit meinen Kolleg*innen und den Menschen in meinem Umfeld. Das ist eine wichtige Gesundheitsressource

 

Und  es gibt emotionale Gesundheit, wo es eher darum geht, ob ich das Gefühl habe, mit dem, was ich tue, tatsächlich etwas relevantes beitragen zu können. Also: Sehe ich einen Sinn in meiner Arbeit? Auch das hat etwas mit ganzheitlicher Gesundheit zu tun.

 

All diese Faktoren haben natürlich auch einen direkten Einfluss darauf, wie wir arbeiten und wie wir die Arbeit organisieren und strukturieren. Oder, wenn man es umdreht: Die Art und Weise, wie wir arbeiten und wie wir Arbeit organisieren, haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit."

 

Vera: „Wo kann man da am besten ansetzen?"

 

Benjamin: „Ich erlebe sehr oft, dass wir über Gesundheitsprogramme reden, z.B. Kurse zum Thema Stress, Yoga oder Wellness. Oder dass Zugang zu individueller psychologischer Begleitung gewährt wird. Aber all das spricht nicht die Wurzel der Themen an, sondern wir müssen uns viel, viel mehr anschauen, wie wir arbeiten und wie die Arbeit gestaltet sein sollte: Wie müssen Rollen ausgestaltet sein, Prozesse und auch die Zusammenarbeit, um auch diese Facetten von Gesundheit anzusprechen. Das tun viele Unternehmen viel zu wenig. Statt einzelne Maßnahmen, damit sich z.B. dein Rücken besser anfühlt, braucht es eigentlich diese ganzheitliche Betrachtung."

 

Vera: „Du kombinierst ja das Thema gesunde Arbeit mit dem Thema Führung. Gemeinsam mit Karin Lausch hast du 2024 Coeffect gegründet mit dem Fokus Future Leadership. Was versteht ihr darunter?"

 

Benjamin: „Wir als Coeffect begleiten Unternehmen und Führungskräfte dabei, ihre Führung wirksam und zukunftsfähig zu gestalten. Mein Fokus ist weiterhin alles rund um die Themen Resilienz, gesundes Arbeiten sowie Transformation und Umgang mit Change. Ich schaue also, wie der Wandel von innen heraus gestaltet werden kann. Ein häufiges Thema dabei ist aktuell z.B. der Umgang mit Unsicherheit in Zeiten großer Veränderung, zunehmender Komplexität und wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Und all das sind auch wichtige Führungsfragen.

 

Karin bringt dahingehend große Expertise in Sachen Vertrauen im Arbeitskontext mit: Was bedeutet eigentlich vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und was können Führungskräfte tun, um das Vertrauen zu stärken und eine Vertrauenskultur im Unternehmen zu schaffen. Dabei geht es auch viel um das Thema Konfliktfähigkeit, emotionale Intelligenz und psychologische Sicherheit; also den Raum, um offen über Ängste, Unsicherheiten, Kritik und Unbequemes zu sprechen. Wir sind überzeugt, dass es genau diese Facetten sind, die Unternehmen zukunftsfähig machen.

 

Future Leadership sind Qualitäten und Kompetenzen, die es braucht, um zukunftsfähig führen zu können. Und wie Führungskräfte diese Skills entwickeln können, darin begleiten wir als Coeffect. Es geht dabei einerseits um Umgang mit veränderten Bedürfnissen und Erwartungen der Mitarbeitenden, aber andererseits auch um die immer weiter steigenden Anforderungen einer sich wandelnden Welt an Führung.

 

Angefangen bei der Corona-Pandemie, die ganz starke Unsicherheiten geschaffen hat, aber auch enorm schnelle Veränderungen in der Zusammenarbeit: Viele Teams und Unternehmen waren gezwungen, weg vom Büro ins Homeoffice zu wechseln. Hier mussten Wege gefunden werden, wie man auch digital gut zusammenarbeiten kann, was für viele ja eine Riesenumstellung war. Und jetzt, einige Jahre später, geht es eher darum, ein Pendel zu finden; den Sweet Spot zwischen digital und Präsenz. Das ist eine große Frage, die Führungskräfte beschäftigt, wie da eine gute Zusammenarbeit aussehen kann: Es muss sich einpendeln zwischen den individuellen Bedürfnissen nach Flexibilität und eigener Lebensgestaltung und den Team- bzw. Unternehmensbedürfnissen, wo es auch viel um Austausch, gegenseitige Unterstützung, Innovation und kreatives Denken geht. Als Führungskraft muss man den Schieberegler setzen, um auch den Raum zu schaffen, physisch zusammenzukommen, damit neue Dinge entstehen können."

 

Vera: „Du hast ganz zu Beginn den Begriff der Wirksamkeit genannt. Wie würde die Arbeitswelt aussehen, wenn Führung gesund und wirksam ist?"

 

Benjamin: „Wenn man mal vom Ende her denkt hätte man zum einen herausragende Ergebnisse in dem Sinne, dass wir in der Lage sind, die großen Herausforderungen und Fragen unserer Zeit zu lösen. Viele Unternehmen nehmen sich ja auch gesellschaftlich relevanter Themen an. Ob das die Energiewende ist, neue Lösungen für das Gesundheitssystem oder sogar, wie wir den Weltraum bereisen können. Da sind ja ganz viele Fragen, mit denen sich Menschen beschäftigen. Und Wirksamkeit bedeutet am Ende, dass wir gemeinsam Lösungen finden.

 

Aber die Frage ist auch, auf welche Art und Weise wir das tun – also: Finden wir diese Lösungen durch Ausquetschen von menschlichen Ressourcen? Mit ganz viel Schmerz, Burnout und Menschen, die auf der Strecke bleiben, weil sie sich abgehängt, nicht gesehen, nicht geschätzt fühlen? Geht es dabei um ein reines Nutzen von Arbeitskraft, um ein Ziel – koste es, was es wolle – zu erreichen?

 

Bei einigen Unternehmen sieht man solche Tendenzen. Wir – und die Unternehmen, mit denen wir arbeiten – glauben jedoch daran, dass wir als Menschen wirksam sein können und das auf eine Art und Weise, die in Summe nachhaltiger ist. Nachhaltig vor allem auch für die Menschen durch starke Beziehungen. Wir schaffen daher ein Bewusstsein dafür, dass auch Gesundheit eine wichtige Ressource ist. Wir als Coeffect sind davon überzeugt, dass es gar kein „Entweder, oder“ ist. Wir müssen uns gar nicht entscheiden zwischen Leistung oder Gesundheit, sondern Gesundheit ist am Ende eine wichtige Variable, um nachhaltig auch Leistungen erbringen zu können. Wir können vielleicht heute kurzfristig durchziehen und morgen auch kurzfristig durchziehen. Aber wenn wir das langfristig tun, dann wird unsere Gesundheit einfach irgendwann im Keller sein.

 

Das konnten wir in diesem Jahr krass beobachten: Die Krankenstände gehen in Deutschland durch die Decke und alle reden darüber, dass Menschen keine Lust haben zu arbeiten. Ich glaube aber nicht, dass das die ganze Wahrheit ist. Sondern ich glaube, dass wir es an vielen Stellen verpasst haben, mehr auf Gesundheit zu achten und uns dieses „Wie“ des Arbeitens genauer anzuschauen."

 

Vera: „Du sprichst da den Rückblick auf das letzte Jahr an. Ich habe noch die Gegensatzfrage dabei: Sabrina ten Brink aus dem letzten Feelgood Talk fragt: Welches Ziel hast du dir in deiner Aufgabe, in deiner Rolle für 2025 gesteckt?"

 

Benjamin: „Wenn ich so auf die Welt schaue, dann ist ein super großes Vorhaben für mich Verbindung zu schaffen zwischen Menschen. Wir fokussieren als Coeffect nicht nur darauf, Kompetenzen vermitteln, sondern wir erleben, wie viel Potenzial darin steckt, miteinander in den offenen Austausch zu kommen und ein Gemeinschaftsgefühl zu spüren. Vor allem auch in Unternehmen: Menschen enger zusammenzubringen und in den Austausch, um offen über Herausforderungen zu sprechen. Aber auch für Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmen untereinander, um voneinander zu lernen und Erfahrungen und Inspiration zu teilen."

 

Vera: „Welche Frage soll ich beim nächsten Feelgood Talk stellen?"

 

Benjamin: „Mich würde interessieren, wie eine positive Zukunft aussehen kann, die Mensch und Technologie zusammenbringt in der Arbeitswelt. Also vor dem Hintergrund Künstlicher Intelligenz und der Veränderung, die damit auf uns zukommt: Was braucht es dafür, worauf sollten wir achten und welche Weichen sollten wir stellen? Das fände ich höchstspannend."

 

Vera: „Danke dir für diese Frage, aber auch für deine Zeit. Danke, dass du beim Feelgood Talk dabei warst, lieber Benjamin."

 

Benjamin: „Hat sehr viel Spaß gemacht, Vera. Vielen, vielen Dank."

 

Hier das gesamte Interview als PDF herunterladen

 

 

Mehr zu Benjamins Arbeit:

 

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